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Museum für Islamische Kunst [Kt I. 60]

Fragment (Relief)

http://www.smb-digital.de/eMuseumPlus?service=ImageAsset&module=collection&objectId=1529875&resolution=superImageResolution#4970484 (Museum für Islamische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Museum für Islamische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin / Christian Krug (CC BY-NC-SA)

Description

Archivoltenfragment einer repräsentativen architektonischen Gebäudeausstattung mit Stuckdekor. Das aus stilisiertem floralen Dekor bestehende Ornament steht noch in Tradition sasanidischer Gestaltungen, wurde allerdings aus dem an der Wand angetragenem Stuck herausgeschnitten ohne vorgefertigte Elemente zu benutzen. Erhalten ist als Hauptmotiv eines Frieses eine baumartige Staude. Ihre an ein Rankenmotiv angelehnten, in fünflappigen Palmetten endenden eingeschwungenen Zweige stoßen an die anbindenden Bäumchen an. Die aufgestellten Palmettenblätter überschneiden den Rankenlauf und die obere der einfachen Leisten, zwischen denen der Fries eingebunden ist. Unter den Blättern hängen mit einer Einkerbung und Bohrungen versehene Früchte (Granatäpfel?). Der Staudenstamm erhielt mit einer Schraffur eine quasi Rinde andeutende, tordierte Struktur. Die sehr einfache Ausführung führt zu einer welligen Struktur, gemeint ist aber sicherlich eine spätantiken Vorbildern entlehnte Blattleiste. Die strenge Reihung des Motivs ist als Abwandlung und Umdeutung bereits zuvor gebrauchter, sowohl in der vor-, als auch frühislamischen Kunst beliebten Ornamente in einem neuen Sinnzusammenhang zu verstehen: So wird das vom Lebensbaum herrührende Baummotiv in das Bild eines gepflegten Hains eingebunden. Das bei den Ktesiphon-Grabungen in der islamischen Siedlung Salmān Pāk geborgene Friesbruchstück gehört zur Bogenverkleidung eines kleinen Iwans, eines überwölbten, zu einer Seite offenen, nischenartigen Raums. Das Dekor wie das hier ansatzweise erhaltene Band des unteren Abschlusses mit einem dreireihigen Fries aus lanzettförmigen, an den Rändern halbierten Lorbeerblättern (vgl. Kt I. 347) wiederholt sich in diversen Bereichen der Raumgestaltung des Gebäudes (vgl. I. 7735, Kt I. 354 & Kt I. 512).

Herkunft (Allgemein): Irak

Material/Technique

Kalk-Sand-Gemisch, angetragen, geschnitten

Measurements

Höhe: 36 cm; Breite: 33 cm; Tiefe: 16,5 cm

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Relation to places

Links / Documents

Found
Ktesiphon
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[Relationship to location]
Irak
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Map

Object from: Museum für Islamische Kunst

Das Museum für Islamische Kunst stellt seine vielfältigen Werke islamischer Kunst im Pergamonmuseum auf der Museumsinsel Berlin aus. Es gehört zu ...

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[Last update: 2019/07/01]

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