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Nationalgalerie Alte Nationalgalerie [A III 706]

Der Weimarer Musenhof. Schiller in Tiefurt dem Hof vorlesend

http://www.smb-digital.de/eMuseumPlus?service=ImageAsset&module=collection&objectId=958774&resolution=superImageResolution#2535609 (Alte Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Alte Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin / Andres Kilger (CC BY-NC-SA)

Description

Das Gemälde heißt in alten Erwähnungen auch »Weimars Goldene Tage«. Dieser Titel bezieht sich auf die hier mit den handelnden Personen dargestellte Blütezeit der Weimarer Klassik. Eine goldene Zeit erlebte am Ende des 18. Jahrhunderts auch Tiefurt, ein kleines Schlößchen in der Nähe von Weimar. 1781 hatte die kunstsinnige Herzoginmutter Anna Amalia das Anwesen übernommen und zu ihrem Sommersitz ausgebaut. 1805 dann wurden Schloß und Park durch französische Truppen verwüstet.
Das erst im nachhinein, 1860, gemalte Bild zeigt eine fiktive, ideal arrangierte Szene um 1794/95: Vor dem (allerdings erst 1803 errichteten) Musentempel mit der Statue der Melpomene, Muse der tragischen Dichtung und des Trauergesanges, gruppieren sich rechts Angehörige des Hofes um Goethe und den Großherzog Carl August. In der vorderen Reihe sitzen dessen Gattin Luise mit den Kindern und die Mutter des Herzogs, Anna Amalia, mit ihrem Vertrauten, dem Dichter Christoph Martin Wieland. Hinter Wieland stehen Charlotte von Stein und Caroline von Lengefeld.
Links hinter dem deklamierenden Dichter Friedrich Schiller erkennt man weitere Gelehrte und Dichter aus Weimar und dem nahen Jena: Die mittlere der sitzenden Personen ist Johann Gottfried Herder. Dahinter stehen die Brüder Humboldt, die zu jener Zeit im nahen Jena studierten, links Alexander, rechts Wilhelm, der eine Hand auf die Schulter des Bruders legt, die andere Hand reicht er Karoline von Humboldt, mit der er seit 1791 verheiratet war. Hinter den dreien ist Johann Karl August Musäus dargestellt.
Das Bild folgt in seinem Aufbau einem Holzstich, der 1859 nach einer Zeichnung von Oër zum 100. Geburtstag Friedrich Schillers herausgegeben wurde. Der Holzstich führt am unteren Rand die dargestellten Personen auf: »Musäus, Herder, Wolf, Fichte, Frau v. Humboldt, Alexander und Wilhelm von Humboldt, Friedrich von Schiller, Wieland, Amalia, Herzogin-Mutter, Charlotte und Caroline von Lengefeld, Herzogin Louise, von Einsiedel, von Knebel, Herzog Carl August, Goethe«. Diese Personen finden sich auch auf dem wenig später entstandenen Bild wieder. Zeichnung und Holzstich befinden sich heute in den Kunstsammlungen der Klassik Stiftung Weimar. Nach dem Bild wiederum entstand eine Lithographie von E. Fischer. | Angelika Wesenberg

Material/Technique

Öl auf Leinwand

Measurements

Höhe x Breite: 132 x 170,8 cm; Rahmenmaß: 158 x 195 x 10 cm

Links / Documents

Object from: Nationalgalerie

Die Nationalgalerie umfängt einen Kosmos der Kunst vom 19. Jahrhundert bis in die unmittelbare Gegenwart. Wer sich in ihre Ausstellungen begibt, ...

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[Last update: 2019/07/01]

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