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Nationalgalerie Alte Nationalgalerie [NG 7/07]

Fjord Bretagne

http://www.smb-digital.de/eMuseumPlus?service=ImageAsset&module=collection&objectId=1065582&resolution=superImageResolution#4938410 (Alte Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Alte Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin / Andres Kilger (CC BY-NC-SA)

Description

Wilhelm Ludwig Lehmann wandte sich nach abgeschlossenem Architekturstudium 1885 der Landschaftsmalerei zu. In München empfing er von Hermann Baisch wichtige Anregungen, wurde Mitbegründer und war Mitglied der Münchner Secession, bis er 1918 nach Ende des Ersten Weltkriegs in die Schweiz zurückkehrte. Zeitlebens fand er im Hochgebirge, später auch in der Bretagne und Normandie seine bevorzugten Motive. »Die Natur bis in ihre zartesten Wirkungen und feinsten Stimmungen treu wiederzugeben, […] dass auch alle Einzelheiten darin enthalten zu sein scheinen, nichts als unwesentlich stört, sondern alles ein grosses harmonisches Ganzes bildet«, war nach Ernst Kreidolf das große Verdienst Lehmanns (zit. nach: Wilhelm Ludwig Lehmann, Ausst.-Kat., Zürich 1938, o. Pag.). Auch Fritz Ostini betonte 1917: »Er sucht die Seele jedes landschaftlichen Charakters zu ergründen, ob er nun die schneegekrönten Bergriesen seiner Schweizer Heimat schildert, unser farben- und formenreiches bayerisches Voralpenland, oder die ergreifende, schwermütige Stille menschenleerer Nordseeinseln« (zit. nach: Wilhelm Ludwig Lehmann, Ausst.-Kat., Bad Aibling 1978, S. 13).
In der Tat zeigt sich Lehmann weniger am topographischen Detail interessiert als an der Veränderung der Landschaft durch Licht und Wetter, und so ist die Gesamtwirkung der zwei Bilder, die 2007 als Geschenk der Enkelin des Künstlers in die Sammlung der Nationalgalerie gelangten, jeweils eine andere. Das Bild »Fjord Bretagne« (Inv.-Nr. NG 7/07), vermutlich auf Reiseeindrücke in der Bretagne und Normandie 1895 und 1899 zurückgehend, ist durch Horizontalen beherrscht und erfaßt eine melancholisch-trübe Abenddämmerung in breiten, aber keineswegs pastosen Pinselstrichen. Das im Bild »Walliser Landschaft« (Inv.-Nr. NG 8/07) festgehaltene Gebirgsmotiv des schweizerischen Kantons Wallis zeugt dagegen im Nebeneinander locker und temperamentvoll gesetzter Farbflecken von den Einflüssen spätimpressionistischer Malweise. Wie im Bild »Bei Chippis« (Inv.-Nr. NG 9/07), ebenfalls ein Schweizer Motiv, sind pastoser Farbauftrag und deutliche Pinselspur von Lehmann bewußt eingesetzte gestalterische Mittel. | Regina Freyberger

Material/Technique

Öl auf Leinwand

Measurements

Höhe x Breite: 73 x 100 cm; Rahmenmaß: 86,5 x 113 x 7,5 cm

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Object from: Nationalgalerie

Die Nationalgalerie umfängt einen Kosmos der Kunst vom 19. Jahrhundert bis in die unmittelbare Gegenwart. Wer sich in ihre Ausstellungen begibt, ...

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