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Nationalgalerie Alte Nationalgalerie [W.S. 224]

Don Quichotte, im Lehnstuhl lesend

http://www.smb-digital.de/eMuseumPlus?service=ImageAsset&module=collection&objectId=959277&resolution=superImageResolution#2536612 (Alte Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Alte Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin / Andres Kilger (CC BY-NC-SA)

Description

Graf Athanasius Raczyński zufolge erregte Adolf Schrödters Gemälde »Don Quichotte, im Lehnstuhl lesend« 1834 auf der Berliner Kunstausstellung unter allen Genrebildern die größte Aufmerksamkeit: »Schrödter hat Geist, Feinheit, eine lebhafte Auffassung und eine Leichtigkeit, welche keineswegs die Besonnenheit und Tiefe ausschließt. Er ist voll Humor und Heiterkeit […]. ›Der scharfsinnige Edle‹ sitzt tief in das Lesen des Amadis de Gaula versunken; die größte Verwirrung herrscht um ihn her. Er ist lang, hager und bleich, abgerissen und nicht gar reinlich; man erkennt den Narren, er ist lächerlich, aber zugleich rührend: kurz, es ist das wahrhafte Bild des romantischen Helden in seiner ebenso unendlich ergötzlichen, als tief tragischen Gestalt und Bedeutung« (Geschichte der neueren deutschen Kunst, Bd. 1, Berlin 1836, S. 230).
Als Schüler der Malklasse Wilhelm Schadows an der Düsseldorfer Akademie begann Schrödter sich Anfang der 1830er Jahre für herausragende Charaktere der Weltliteratur zu interessieren, etwa für Don Quichotte aus Miguel de Cervantes berühmtem Roman (1605/15). Mit der parodistischen Darstellung des ›Ritters von der traurigen Gestalt‹, der mit dem Folianten »Amadis von Gaula« das bedeutendste Werk der höfischen Abenteuerliteratur des 16. Jahrhunderts studiert, persiflierte Schrödter das sentimentale Pathos der Düsseldorfer Historienmalerei. Das Gemälde wurde von der Kunstkritik einhellig als überragende Leistung gewürdigt, unter anderem von Heinrich Heine (vgl. H. Heine, Einleitung, in: Cervantes, Der sinnreiche Junker Don Quixote von La Mancha, Stuttgart 1837, S. LXVI). Es entstand im Auftrag des Berliner Verlegers Georg Andreas Reimer, von dem Wagener das Werk 1843 erwarb. Eine etwas größere, undatierte Wiederholung wird im Kölner Wallraf-Richartz-Museum bewahrt. | Birgit Verwiebe

Material/Technique

Öl auf Leinwand

Measurements

Höhe x Breite: 54,5 x 46 cm; Rahmenmaß: 62,5 x 54,5 x 4 cm

Painted ...
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Keywords

Object from: Nationalgalerie

Die Nationalgalerie umfängt einen Kosmos der Kunst vom 19. Jahrhundert bis in die unmittelbare Gegenwart. Wer sich in ihre Ausstellungen begibt, ...

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