museum-digitalsmb

Close

Search museums

Close

Search collections

Nationalgalerie Alte Nationalgalerie [A II 391]

Pauline Hübner, geb. Bendemann

http://www.smb-digital.de/eMuseumPlus?service=ImageAsset&module=collection&objectId=958554&resolution=superImageResolution#2535166 (Alte Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Alte Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin / Jörg P. Anders (CC BY-NC-SA)

Description

Im pelzverbrämten weiten Samtkleid, unter dem nur ein Stück des preziösen Schwanensessels hervorlugt, im Rücken die schweren Falten eines gerafften Vorhangs, den zarten Pantoffel auf einem Fußkissen, den treuen Hund übersehend und den vieldeutig träumerischen tiefdunklen Blick auf den Betrachter gerichtet, eine Ganzfigur in Lebensgröße, wie sie eher einer Prinzessin als einer Bürgerlichen angemessen wäre (weshalb der König bei seinem Besuch der Akademieausstellung sich veranlaßt fühlte, zu fragen, wer es sei): Mit so barocken Anklängen stattete der junge Julius Hübner seine neunzehnjährige Braut Pauline Bendemann (1809–1895) aus. Er hatte sie kennengelernt, als er ihrem Bruder Eduard – Sohn des Bankiers Bendemann und später sein Kollege an der Dresdner Akademie – Hausunterricht im Zeichnen gab, und seit 1824 mehrfach gezeichnet. Das große Bild entstand nach dem Verlöbnis im Dezember 1828 und muß vor der gemeinsamen Italienreise (ab August 1829) fertig geworden sein. Offensichtlich stand Hübner das ähnlich anspruchsvolle Bildnis der jungen Berliner Bankiersgattin Fanny Ebers in rotem Kleid von seinem Lehrer Wilhelm Schadow vor Augen (1826, Neue Pinakothek, München): Namentlich das am linken Bildrand entlanggestaffelte Stilleben hat hier – mit Papagei, blühenden Pflanzen, einem aufwendig gestalteten Blumentisch – seine Entsprechung. Aber nicht nur die Pracht der Stoffe und Goldschmiedearbeiten unterstreicht den sinnlichen Reiz des lässig an den Tisch gelehnten schwarzäugigen Mädchens. Schwer zu übersehen, obwohl bei einem Brautbild eher befremdlich, ist die Vanitas-Symbolik des geöffneten Schmuckkastens, ebenso wie der erotische Beiklang der Muschel (eines Venus-Symbols), aus der eine rote Lilie wächst: Das »Denkmal der Liebe« (so die Inschrift auf dem Bild) gerät in die Nähe eines Kurtisanenbildnisses. | Claude Keisch

Material/Technique

Öl auf Leinwand

Measurements

Höhe x Breite: 189,5 x 130 cm; Rahmenmaß: 214 x 156 x 9,5 cm

Painted ...
... Who:
... When

Links / Documents

Object from: Nationalgalerie

Die Nationalgalerie umfängt einen Kosmos der Kunst vom 19. Jahrhundert bis in die unmittelbare Gegenwart. Wer sich in ihre Ausstellungen begibt, ...

Contact the institution

[Last update: ]

Usage and citation

Cite this page
The textual information presented here is free for non-commercial usage if the source is named. (Creative Commons Lizenz 3.0, by-nc-sa) Please name as source not only the internet representation but also the name of the museum.
Rights for the images are shown below the large images (which are accessible by clicking on the smaller images). If nothing different is mentioned there the same regulation as for textual information applies.
Any commercial usage of text or image demands communication with the museum.