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Nationalgalerie Alte Nationalgalerie [A III 353]

Die Freiwilligen von 1813 vor König Friedrich Wilhelm III. zu Breslau im März 1813

http://www.smb-digital.de/eMuseumPlus?service=ImageAsset&module=collection&objectId=968172&resolution=superImageResolution#2553335 (Alte Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Alte Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin / Andres Kilger (CC BY-NC-SA)

Description

Beeindruckt von dem 1863 in Breslau ausgestellten Bild »Gastmahl der Generäle Wallensteins« (Staatliche Kunsthalle Karlsruhe) beauftragte der Schlesische Kunstverein den Maler Julius Scholtz im selben Jahr mit einem Historiengemälde zu den napoleonischen Befreiungskriegen (vgl. SMB-ZA, I/NG 1937, Journal-Nr. 1876/945): die Musterung der Freiwilligen von 1813 durch König Friedrich Wilhelm III. in Breslau. Das demokratisch gesinnte Bürgertum Breslaus bildete damals eines der geistigen Zentren des Widerstandes gegen die napoleonische Fremdherrschaft. Als am 17. März 1813 der von Staatsrat Theodor Gottlieb von Hippel im Auftrag des preußischen Königs verfaßte Aufruf »An mein Volk« zur allgemeinen Volksbewaffnung erging, stellten sich in Breslau begeistert die ersten Freiwilligen. Scholtz gab die Protagonisten des historischen Ereignisses porträtgenau: Auf einem Schimmel nähert sich dem frenetisch applaudierenden Volk König Friedrich Wilhelm III. von Preußen (1770–1840); ihm folgen zu Roß die Kronprinzen Friedrich Wilhelm (1795–1861) und Wilhelm (1797–1888) sowie Gebhard Leberecht von Blücher (1742–1819), Gerhard von Scharnhorst (1755 –1813), August Neidhardt von Gneisenau (1760–1831) und Theodor Gottlieb von Hippel (1775–1843). Der Dichter Samuel Gottlied Bürde (1753–1831) und der Universitätsprofessor Heinrich Steffens (1773–1845), die Wortführer der Breslauer Freiheitsbewegung, sowie Adolf von Lützow (1782–1834) und Theodor Körner (1791–1813) sind rechts in der Volksmenge zu sehen, die durch einzelne Gruppen akzentuiert und durch eine kluge Verteilung von Licht- und Schattenzonen malerisch zusammengeschlossen wird. Scholtz, der das Bild durch zahlreiche Studien (heute viele davon im Dresdner Kupferstich-Kabinett) vorbereitete, vollendete die Arbeit 1866. Noch im selben Jahr war das Bild auf der Berliner Akademieausstellung zu sehen, tourte sodann durch die Ausstellungen der vereinigten Kunstvereine und wurde zuletzt in die Schausammlung des Schlesischen Museums der bildenden Künste in Breslau integriert. Für die Nationalgalerie wurde 1866/67 eine etwas größere, freie Wiederholung des Bildes beim Künstler bestellt, die 1872 vollendet war (Kriegsverlust). Die Erstfassung gelangte 1953 als Teil des sogenannten Freundschaftsgeschenks der Volksrepublik Polen an die DDR in die Nationalgalerie. – 1867 reproduziert in der »Illustrierten Zeitung«. | Regina Freyberger

Material/Technique

Öl auf Leinwand

Measurements

Höhe x Breite: 152 x 237 cm

Painted ...
... Who: Zur Personenseite: Julius Scholtz (1825-1893)
... When

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Object from: Nationalgalerie

Die Nationalgalerie umfängt einen Kosmos der Kunst vom 19. Jahrhundert bis in die unmittelbare Gegenwart. Wer sich in ihre Ausstellungen begibt,...

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