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Münzkabinett Medaillen Brandenburg-Preußen [18228339]

Koch, Johann Christian und Christian Friedrich Lüders: Vermählung Karl I. von Braunschweig-Wolfenbüttel

https://ikmk.smb.museum/mk-edit/images/n29/29778/vs_org.jpg (Münzkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Stiftung Preußischer Kulturbesitz CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Münzkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Stiftung Preußischer Kulturbesitz / Reinhard Saczewski (CC BY-NC-SA)

Description

Vorderseite: "FRIDERICVS WILH REX BORVSS EL BR" - Brustbild Friedrich Wilhelm I. im Harnisch, mit Zopf und umgelegtem Ordensband, nach rechts. Unten die Medailleursignatur KOCH.
Rückseite: "GEMINA PRAECLARIOR // FRID WILH BOR REG FILIA / PHILIPP CAROL PRINC CAROL / DVC BRVNSVIC u. LVNEB / NVPTA BEROL I IVL / MDCCXXXIII Zu einem Paar vereinigt (bzw. doppelt hell). Die Tochter Friedrich Wilhelms in Preußen, Philippine Caroline, und Karl, Herzog von Braunschweig-Lüneburg in Berlin am 1. Juli 1733 vermählt" - Vor einer hügeligen Landschaft steht ein Altar mit Flamme. Der Altar ist säulenförmig, mit Girlanden behangen und mit C CP für ´Carl und Philippine Charlotte´ verziert. Über der Abschnittslinie rechts die Signatur L für Lüders.

Die Vermählung Philippine Charlottes, einer Schwester des späteren Königs Friedrich II. von Preußen, mit dem Thronfolger Karl von Braunschweig-Wolfenbüttel ist am 1.7.1733, kurz nach der Hochzeit des preußischen Thronfolgers, in Berlin gefeiert worden. Dem Paar wurden 13 Kinder geboren. Karl pflegte bis zu seinem Tode den Briefwechsel mit seiner Schwester am preußischen Hof. Die Schrift im Abschnitt gibt wieder den Anlass an und die Umschrift „Doppelt hell“ bezieht sich auf das vereinte Paar. Es ist davon auszugehen, dass Kochs Vorderseite wie schon bei der vorigen Medaille ohne sein Zutun mit der Rückseite kombiniert worden ist. Das spricht wieder sehr für die sprichwörtliche Sparsamkeit des Königs. Möglicherweise spielten aber auch der Zeitdruck und die Zufriedenheit mit dem Porträt eine Rolle. Die Rückseite der zweiten Medaille ist mit „L.“ signiert, was auf Christian Friedrich Lüders hinweist, der Stempelschneider in Berlin war. Domanig bemerkt dazu: „Für die Hauptseiten der großen Stücke sind die von Großkurt in Dresden und Koch in Gotha zu Medaillen auf den Besuch des Königs Friedrich August im Jahre 1728 gearbeiteten Stempel benutzt.“ Eine Autorschaft Großkurts ist aber unwahrscheinlich. Auffällig ist noch, dass auch diese Medaille weder bei Lochner noch bei Köhler verzeichnet ist, was dafür spricht, dass der Stempel ohne Wissen Kochs genutzt wurde. Nach Menadier (1901) ist diese Medaille, wie auch die auf die Vermählung des Kronprinzen Friedrich, auf einen Befehl des Königs vom 27.4.1733 geprägt worden. Menadier bezieht sich auf eine Bericht des Geheimrats Kühtze, wonach nur Schaumünzen in Gold geprägt wurden, 12 im Wert zu 50 Dukaten, 20 zu 25 Dukaten und 50 zu 15 Dukaten. Ausgegeben sollen aber nur die 12 Stück zu 50 Dukaten, 18 zu 25 und 28 zu 15 Dukaten auf des Kronprinzen Hochzeit, von den Medaillen auf die Hochzeit der Prinzessin sind es nur 4 Stück gewesen. Die restlichen Medaillen sollen, gemeinsam mit denen auf den Besuch des polnischen Königs, für die neuen Parademedaillen 1735 eingeschmolzen worden sein. - Die Vorder- und Rückseitenstempel zur Medaille liegen heute im Berliner Münzkabinett, sie kommen aus dem ehemaligen Bestand Stempelarchiv der Berliner Münze.

Material/Technique

Silber, geprägt

Measurements

66 mm, 115.98 g

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... Who:
... When
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Literature

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Keywords

Object from: Münzkabinett

The Münzkabinett (Numismatic Collection) in Berlin is one of the most significant collections of coins and medals in the world. A representative ...

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[Last update: 2019/07/01]

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