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Münzkabinett Medaillen 20. Jh. bis heute [18250029]

Wagner-Kerkhof, Heidi: Muse Fatty

https://ikmk.smb.museum/mk-edit/images/n52/52325/vs_org.jpg (Münzkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Stiftung Preußischer Kulturbesitz CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Münzkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Stiftung Preußischer Kulturbesitz / Reinhard Saczewski (CC BY-NC-SA)

Description

Vorderseite: "MUSE MIT / MONETEN" - Nackte Muse mit Kette und lockigem Haar in frontaler Darstellung. Die Hände liegen auf einem Geldhaufen. Links die Signatur HWK.

Beitrag zur Edition und Ausstellung MUSE MACHT MONETEN. Die Muse von Heidi Wagner-Kerkhof hat sich von dem weiblichen Idealbild, das sie oftmals verkörpert, weitestgehend entfernt. Sie besticht nicht durch Schönheit und Schaffenskraft, sondern wirkt welk und schläfrig. Diese Muse ´macht´ keine Kunst. Sie hat sich vielmehr auf das Metier des Geldes verlagert. Die Muse und die Moneten - das ist das neue Paar. Die Moneten sind es, die ein Lächeln auf ihr Gesicht zaubern, während ihre Augen hohl wirken und die Muse beinahe kraftlos ihre Hände auf einen Geldhaufen legt. Vieles an ihr erinnert an Geldstücke: Die Kette, die sie am Hals trägt, wirkt wie aus Münzen hergestellt; auf ihrem Kopf kann der Betrachter Haarlocken erkennen, ebenso gut aber auch die runde Form der Geldstücke. Sie erinnert in diesem Habitus an Midas, den sagenhaften Halbgott, der alles in Gold verwandelte, was er berührte. In ähnlicher Weise scheint auch die Muse immer mehr mit dem von ihr gehüteten Geld zu verschmelzen. Ihre schlaffen, ältlichen Formen lassen die Kritik Wagner-Kerkhofs an der unseligen Verbindung von Kunst und Geld deutlich werden. Die Muse dient der Künstlerin als Spiegel der sich immer stärker auf das verderbliche Geld fixierenden Gesellschaft: ´Musen sind wie unsere Zeitgenossen, bei denen der Egoismus zunimmt.´ Die Gier nach immer mehr steht ihnen jedoch bald ins Gesicht geschrieben. Die Muse Fatty findet ihre Entsprechung in einer früheren Arbeit der Künstlerin, dem ´König Speckh´.

Material/Technique

Bronze, gegossen

Measurements

113 mm, 519.00 g

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Literature

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Keywords

Object from: Münzkabinett

The Münzkabinett (Numismatic Collection) in Berlin is one of the most significant collections of coins and medals in the world. A representative ...

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