museum-digitalsmb

Close

Search museums

Close

Search collections

Ethnological Museum of Berlin Nordafrika, West- und Zentralasien [I B 2619 a,b]

Speisegefäß

http://www.smb-digital.de/eMuseumPlus?service=ImageAsset&module=collection&objectId=187753&resolution=superImageResolution#2680 (Ethnologisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Ethnologisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin / Martin Franken (CC BY-NC-SA)

Description

Beschreibung in Katalog Sigrid Westphal-Hellbusch: "Metallgefäße aus Buchara", Abb. 119.
Text: persische Schrift, Übersetzung von Herrn Haidari:
"O Gott segne Muhammad al-Mustafa (den Ausgewählten)
und Ali al-Murtada
und al-Hasan al-Mugtba
und al-Hüsain, der Märtyrer bei Karbala
und Ali Zayn al-Abidin
und Muhammad al-Baqir
und Gafer as-Sadiq
und Musa al-Kazim
und Ali bin Musa ar-Rida
und Muhammad at-Taqi
und Ali an-Naqi
und al-Hasan al-Askari
und Muhammad al-Mahdi."

Veröffentlicht in Jens Kröger (Hrsg.) Islamische Kunst in Berliner Sammlungen, S. 196: "Das schwere Speisengeschirr vertritt die seltenen frühsafawidischen Metallarbeiten, die durch ihre besonders subtile Ornamentik auffallen. Das Becken, dessen Schriftfries die beliebte Anrufung der 12 Imame enthält, bietet in den Medaillons eine feine Wolkenband- und Rankenornamentik, in der auch Gazellenpaare auftauchen. Der Wechsel von Halbmedaillons und hängenden Medaillons sorgt für die rhtyhmische Gliederung und ausgewogene Ausnutzung der Gefäßoberfläche. Bis in das 17. Jh. wurde das Dekorschema beibehalten. Auf dem Deckel ist eine Besitzerinschrift "Sein Besitzer ist Khodscha Ibadullah". Iran, Mitte 16. Jahrhundert. H 30,5 cm, Dm 34,5 cm. Siehe auch S. 79.

Die handwerkliche Arbeit an den beiden Teilen des Stückes wurde gut ausgeführt. Der Boden ist durch Planieren gespannt. Innen und außen Spuren gleichmäßiger Hammerschläge, die in konzentrischen Kreisen die Form bestimmen.
Der Kupferboden des Kessels hat 7 mm von der Mitte entfernt einen mit Messingschlaglot gelöteten Riß.
Der Kessel hat eine waagerechte Standfläche von 25 cm Durchmesser, ist dann leicht nach oben abgekanntet und reicht bis in 2 cm Höhe.
Innen ist das Gefäß gut versäubert und hat unterhalb des Randes zwei Drehrillen.
Der nach außen stark ausladene Rand hat eien Breite von 2 cm. Er neigt sich als flache Hohlkehle und dient als Deckelauflage.
Der Deckel aus Kupfer wurde aus einer Ronde gedrückt und nach unten ausgebaucht und pläniert. Nach oben ist er ebenfalls abgehämmert, außen gut versäubert und glatt, wahrscheinlich geschabt und geschliffen. Die Zarge wurde aus einem etwa 4,5 cm hohen Kupferblechstreifen rund gebogen und mit schwalbenschwanzförmiger Fuge hart zusammengelötet. Der senkrechte Teil der Zarge reicht in den Kessel hinein und gibt den Deckel seitlichen Halt. Den Abschluß des Deckels nach oben bildet eine gedrückte, hart eingelötete Zierform von 1,5 cm Höhe.
Nach oben verbreitert sie sich kelchförmig mit ausladenen Rand.
Kesselboden und Deckel sind innen kupferfarben, während der gegossenen Teildes Kessels heller, also eine Bronzelegierung ist. Kupfrige Stellen weisen auf schlechte Durchmischung der Legierungsmetalle hin. Gefäß und Deckel sind u.a. mit verschiedenen Gruppen von Dreh- und Drückrillen verziert. Die auf dem schrägen Kesselrand angebrachten Ornamente sind stark verschliffen.
Da sich der obere Rand des Kessels herumziehende Schriftband enthält den Namen Mohammededs, der Imane und ihrer Attribute. Die am Bauch des Gefäßes eingemeißelten Rosetten und Medaillons enthalten pflanzliche Details mit Tierdarstellungen. Dem unterten Feld des Deckels sind nur aus Varianten des Medaillons bestehende Ornamente eingemeißelt.
In der Mitte des Feldes ist ein kleiner achteckiger Rahmen, dessen Fläche vermutlich mit dem Namen des Besitzers ausgefüllt werden sollte.
Die oberen Musterstreifen des Deckels enthalten nur pflanzliche Motive.

Restaurierungen: Ausgebeult, Bad in Natriumesquicabonat, mit Ammoniak und Schmirgelpulver, Renovirin behandelt, neutralisiert und mit Ballistol behandelt. Kesselornamente mit Kienruß und Öl nachgeschwärzt/Bruns 1972
Sammler: Rickmers, Willi Rickmer

Material/Technique

Kupfer; Bronze; Messing; Asphalt

Measurements

Höhe: 30,5 cm (Gesamthöhe mit Deckel); Gewicht: 4770 g

Created ...
... Where

Links / Documents

Keywords

Object from: Ethnological Museum of Berlin

The Ethnologisches Museum (Ethnological Museum) evolved from the collections of the royal cabinets of art and since its foundation in 1873 has become ...

Contact the institution

[Last update: 2018/12/30]

Usage and citation

Cite this page
The textual information presented here is free for non-commercial usage if the source is named. (Creative Commons Lizenz 3.0, by-nc-sa) Please name as source not only the internet representation but also the name of the museum.
Rights for the images are shown below the large images (which are accessible by clicking on the smaller images). If nothing different is mentioned there the same regulation as for textual information applies.
Any commercial usage of text or image demands communication with the museum.