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Gemäldegalerie [68.2]

Die Taufe Christi

http://www.smb-digital.de/eMuseumPlus?service=ImageAsset&module=collection&objectId=868725&resolution=superImageResolution#1044978 (Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin / Jörg P. Anders (CC BY-NC-SA)

Description

Entweder von den Augustiner-Nonnen selbst oder von einem ihrer Schutzherren muss Bartolomé Esteban Murillo um 1655 den Auftrag zu einer Serie von vier Gemälden über das Leben Johannes’ des Täufers erhalten haben. Möglicherweise gehörten diese Werke ursprünglich zu einem Altaraufsatz in der Klosterkirche und wurden nach dessen Abbau zur Ausschmückung des Refektoriums verwendet. Der erste Hinweis auf diese Gemälde findet sich in historischen Quellen von 1781, in denen es heißt, dass sich im Refektorium von San Leandro »vier große Gemälde zum Leben des Täufers« befänden. Als die Nonnen die Gemälde Mitte des 19. Jahrhunderts zum Kauf anboten, gerieten sie in verschiedene Sammlungen und sind auch heute noch an unterschiedlichen Orten zu finden. Die erste Szene dieser Serie, „Johannes der Täufer deutet auf Christus", ist im Besitz des Art Institute of Chicago, die zweite ist die hier besprochene „Taufe Christi" und die dritte, „Johannes der Täufer und die Pharisäer", befindet sich im Fitzwilliam Museum in Cambridge. Das vierte Gemälde ist verschollen und sein Motiv nicht bekannt; vermutlich handelte es sich jedoch um eine Darstellung des Martyriums des Täufers.
Die hier zu sehende Szene „Taufe Christi" ist in der traditionellen Machart der europäischen Barockmalerei wiedergegeben. Christus kniet am Flussufer und Johannes benetzt ihn mit Wasser. Ihre in diagonaler Linie angeordneten Gesichter tragen einen Ausdruck von moralischer Energie, die bei Johannes von Gefühlen und bei Christus von demütiger Gedankenversunkenheit geprägt ist. Beide Figuren zeichnen sich durch eine erhabene Größe und spirituelle Bedeutung aus, die sich in ihren physischen Merkmalen deutlich widerspiegeln. Das Bild wird von dem Rot des Umhangs des Täufers dominiert, das einen Kontrast zu dem zarten Inkarnat Christi und dem Weiß seines Lendentuchs bildet. Die von den beiden Hauptfiguren ausgehende intensive spirituelle Ausstrahlung wird durch die ruhige Landschaft am Ufer des Jordans gemildert.
Das Gemälde wurde 1968 von den Staatlichen Museen zu Berlin erworben, um die beiden Werke von Murillo zu ersetzen, die angeblich dem geheimnisumwitterten Brand vom Mai 1945 im Leitturm des Flakbunkers in Berlin-Friedrichshain zum Opfer fielen: die berühmten Bilder „Anbetung der Hirten" (Kat.Nr. 414C) und „Der heilige Antonius von Padua und das Jesuskind" (Kat.Nr. 414).| Enrique Valdivieso

SIGNATUR / INSCHRIFT: Oben links: (HIC EST) FILIVS MEVS DILECTVS
Unten in der Mitte ist die originale Sig., die sich vermutlich auf dem abgeschnittenen unteren Randstreifen befand, wieder eingesetzt: MRLLo, f.
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Either the Augustinian nuns of the convent of San Leandro in Seville or one of their protectors must have commissioned Murillo around 1655 to produce a series of four paintings on the life of St John the Baptist. These works may initially have been part of an altarpiece in the church and were subsequently used to decorate the convent refectory after the altarpiece was dismantled.
The first historical reference to these paintings is dated 1781 and states that in the refectory of San Leandro there were “four large canvases of the Baptist’s life”. When the nuns sold the paintings in the mid-nineteenth century, they were acquired by various collectors and thus dispersed; today they can be found in various locations. The first scene in the series, "St John the Baptist Pointing to Christ", belongs to the Art Institute of Chicago; the second is the present "Baptism of Christ"; and the third, which depicts "St John the Baptist with the Scribes and Pharisees", is housed in the Fitzwilliam Museum in Cambridge. The fourth painting is no longer extant and its subject is not known, though it would probably have been the "Martyrdom of St John the Baptist".
The present "Baptism of Christ" depicts a scene rendered in the traditional mann

Material/Technique

Leinwand

Measurements

Bildmaß: 233,2 x 160,1 cm; Rahmenaußenmaß: 257 x 184,5 x 11 cm (Transportrahmen) 2 Kisten

Painted ...
... Who:
... When [About]
... Where

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Keywords

Object from: Gemäldegalerie

Die Gemäldegalerie besitzt eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen europäischer Malerei des 13. bis zum 18. Jahrhunderts. Die Bestände umfassen ...

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