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Ägyptisches Museum und Papyrussammlung Ägyptisches Museum [VÄGM 1983/017]

Mumienmaske der Ta-Scherit-en Hor

http://www.smb-digital.de/eMuseumPlus?service=ImageAsset&module=collection&objectId=770583&resolution=superImageResolution#538951 (Ägyptisches Museum und Papyrussammlung, Staatliche Museen zu Berlin Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0 Unported (CC BY-NC-SA 3.0))
Provenance/Rights: Ägyptisches Museum und Papyrussammlung, Staatliche Museen zu Berlin / Margarete Büsing (Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0 Unported (CC BY-NC-SA 3.0))

Description

Bereits im Mittleren Reich wurden die Köpfe der Mumien mit Masken aus Kartonage bedeckt. Im Neuen Reich wurde der ganze Körper des Verstorbenen in einer bemalten Mumienhülle aus Kartonage oder stuckierter Leinwand eingeschlossen. In der Ptolemäerzeit wiederum wurden Mumienmasken wie diese, mit typisierten Gesichtszügen, und einzelne auf dem Körper der Mumie verteilte Kartonageteile verwendet. Das Lächeln zusammen mit den ausdruckslosen Zügen sind typische Charakteristika der Ptolemäerzeit. Die Vergoldung weist darauf hin, dass Ta-scherit-en-Hor einer wohlhabenden Familie angehört haben muss. Des Weiteren symbolisiert das Gold die Vereinigung der Verstorbenen mit dem Sonnengott. Über der Stirn ist an einem roten Band ein Udjat-Auge angebracht. Dieses magische Auge des Horus, das der Sage nach von Seth verletzt und von Thot wieder geheilt wurde, gilt als Schutzsymbol. Zwischen den beiden Ausläufern der Perücke auf der Brust ist in versenktem Relief ein breiter Halskragen mit Reihen verschiedenartiger floraler und geometrischer Elemente angedeutet. Auf dem Kopf der Maske der Ta-scherit-en-Hor ist ein geflügelter Skarabäus, das Symbol der aufgehenden Sonne, dargestellt, der die Sonnenscheibe sowie den Schen-Ring mit zwei Sechem-Zeptern hält. Darunter befindet sich ein umlaufendes, goldenes Band mit einer hieroglyphischen Inschrift, die den Totenbuchspruch 151 „Spruch, um zu veranlassen, dass der Kopf zum Verklärten herabsteigt“ wiedergibt. Auf der Rückseite befinden sich elf Kolumnen einer kursivhieroglyphischen Inschrift des Totenbuchspruchs 162 „Spruch, um eine Flamme unter dem Kopf des Verklärten entstehen zu lassen“. Die Vignette über dem Text zeigt in der Mitte eine Kuh mit einer Krone, bestehend aus zwei Federn und Sonnenscheibe, die ein Menit um den Hals trägt. Zu ihrer Linken steht eine Göttin, deren Kopf aus einer Sonnenscheibe mit Udjat-Auge besteht und die ein Anch-Zeichen hält. Vor ihr befindet sich ein Schemes-Zeichen. Zur Rechten steht die Verstorbene in anbetendem Gestus vor einem Opfertisch mit einem Gefäß darauf. Über der Kuh sieht man die geflügelte Sonnenscheibe mit einem Udjat-Auge.
(J. Jancziak)

Material / Technique

Kartonage (Material); grundiert, bemalt, partiell vergoldet

Measurements ...

Höhe x Breite x Tiefe: 43 x 22 x 27,5 cm; Höhe x Breite x Tiefe: 43 x 24 x 33 cm (inkl. Sockel); Gewicht: 2,6 kg (inkl. Sockel)

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[Last update: 2018/06/26]

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