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Ägyptisches Museum und Papyrussammlung Ägyptisches Museum [ÄM 1638]

Stele des Amenemhet mit der Darstellung Thutmosis III. vor dem Gott Amun-Re

http://www.smb-digital.de/eMuseumPlus?service=ImageAsset&module=collection&objectId=759458&resolution=superImageResolution#458251 (Ägyptisches Museum und Papyrussammlung, Staatliche Museen zu Berlin Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0 Unported (CC BY-NC-SA 3.0))
Provenance/Rights: Ägyptisches Museum und Papyrussammlung, Staatliche Museen zu Berlin / Fotograf unbekannt (Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0 Unported (CC BY-NC-SA 3.0))

Description

„Das Bildfeld der Stele zeigt den König Thutmosis III. (um 1490-1435 v. Chr.) beim Vollzug des Weinopfers vor dem Reichsgott Amun. Der Herrscher, bekleidet mit dem königlichen Schurz, an dessen Gürtel der Stierschwanz und ein Prunkgehänge befestigt sind, reicht dem Gott zwei kugelige Gefäße entgegen. Auf dem Kopf trägt er die „blaue Krone“ mit dem Uräus über der Stirn. Der Gott mit den üblichen Götterattributen, dem Götterzepter und dem Lebenszeichen, trägt die Kappe mit den hohen Federn. Die Inschriften benennen die beiden Personen: „Der vollendete Gott, Herr der beiden Länder, Herr des Opfers, Men-cheper-Re (der „Thronname“ des Königs), erwählt von Amun-Re, dem Leben ewiglich gegeben sei“; „Amun-Re, Herr der Throne beider Länder, Götterkönig, Erster in Karnak, großer Gott, Himmelsherr“. Vor dem König steht die Formel „Wein spenden, was (er) ihm macht, indem ihm Leben gegeben ist“. Ein Opfertisch mit Broten, Kopf und Schenkel eines Stiers, Gemüse und einem Krug ist für den Gott bereitet. Über der Szene schwebt der Horus „ von Behdet (Edfu), großer Gott, Himmelsherr“ als geflügelte Sonnenscheibe. In einer etwas unbeholfenen Ausführung ist das eine Szene, die sich auf den Tempelwänden und königlichen Stelen außerordentlich häufig findet. Indessen haben wir hier ein Denkmal vor uns, das für einen Beamten, also eine nicht königliche Person geschaffen wurde. Unter dem Bild stehen drei Schriftzeilen mit Text „Der König gibt ein Opfer für Amun, Götterkönig, Himmelsherr, auf daß er (der Gott) gebe Leben, Wohlergehen, Gesundheit, Tüchtigkeit, Gunst und Beliebtheit und ein Totenopfer – Brot, Bier, Rind- und Vogelopfer, Leinen, Weihrauch, Öl, Wasserspende, Wein, Milch, Tausend von allen guten reinen Dingen für den Ka des fürstlichen Verwalters (der Ortschaft) „Haus des Königs Aa-cheper-ka-Re“ (Thutmosis I.), Amenemhet, Wiederholer des Lebens, Herr der Ehrwürdigkeit“. Durch seine Epitheta ist der „Bürgermeister“ als schon verstorben angesprochen, in die uralte Totenopferformel sind aber Wünsche eingeschlossen, die nur für einen Lebenden passen. Während der 18. Dynastie tritt im religiösen Leben das persönliche Gegenüber von Gottheit und Mensch deutlich hervor, nicht mehr vermittelt durch den Kult, sondern als direkte Beziehung, die unter anderem durch das Stiften von Votivstelen zum Ausdruck kommt. Als eine solche Stele werden wir auch die des Amenemhet verstehen dürfen. In Bild und Inschrift aber folgt sie dem alten Dogma, das den Herrscher allein als priesterlichen Partner der Götter gelten ließ.“
Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, Karl-Heinz (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 80.

Material / Technique

Silifiziert (Quarzit) (Material / Stein / Sandstein)

Measurements ...

Höhe x Breite x Tiefe: 62,5 x 36 x 18 cm; Höhe x Breite: 62 x 35 cm (lt. Inv.); Gewicht: ca. 95 kg

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[Last update: 2018/06/26]

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