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Ägyptisches Museum und Papyrussammlung Ägyptisches Museum [ÄM 2276]

Pyramidion vom Grab des Ptah-mose

http://www.smb-digital.de/eMuseumPlus?service=ImageAsset&module=collection&objectId=757735&resolution=superImageResolution#1917876 (Ägyptisches Museum und Papyrussammlung, Staatliche Museen zu Berlin Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0 Unported (CC BY-NC-SA 3.0))
Provenance/Rights: Ägyptisches Museum und Papyrussammlung, Staatliche Museen zu Berlin / Sandra Steiß (Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0 Unported (CC BY-NC-SA 3.0))

Description

Zu den oberirdischen Bauten monumentaler Grabanlagen hoher Beamter des Neuen Reiches gehörten in vielen Fällen auch kleinere Pyramiden, deren oberer Abschluss von einem separat gearbeiteten „Pyramidion“ gebildet wurde. Diese Pyramiden sind keine eigentlichen Grabstätten, sondern gehören als Oberbauten zum Gesamtensemble der Grabanlagen als Zeichen der inhaltlichen Verbindung des Jenseitsglaubens mit dem Sonnenkult. Für die Einbindung in den Sonnenlauf war die Ausrichtung der Grabanlage und der Pyramide nach den Himmelsrichtungen äußerst wichtig, und man legte ein besonderes Augenmerk auf die Ost- und Westseiten bei der Dekoration der Pyramidia.
Das Pyramidion des Ptah-mose zeigt den Grabherrn kniend und mit zum Gebet erhobenen Händen als halbplastische Figur innerhalb einer kapellenartigen Nische, die jeweils von einem Textband umrahmt wird. Auf der östlichen Seite, die dem Sonnenaufgang zugewandt war, steht zu lesen: „Der Siegler des Königs von Unterägypten, der Sem-Priester, der Hohepriester des Ptah, Ptahmose: Re preisen, wenn er im Horizont aufgeht: Er sagt: Du gehst schön auf, Herr der Götter. Wie schön ist das, was du mir getan hast auf Erden; ich habe meine Lebenszeit in Vollkommenheit verbracht; ich habe die Ehrwürdigkeit erreicht in Frieden.“ Auf der westlichen Seite preist Ptah-mose die untergehende Sonne mit den Worten: „Der Vorsteher der Priester von Ober- und Unterägypten, der Sem-Priester, der Hohepriester des Ptah, Ptah-mose: Re preisen, wenn er untergeht; er sagt: Wenn du untergehst, mein Herr Re, so gib, dass ich dir folge zur Dat (wörtlich: „Verborgener Raum“, d. h. „die Unterwelt“), auf dass die Götter zu mir sagen mögen: Willkommen, du Gelobter des Großen Gottes.“
Als Hohepriester des Schöpfergottes Ptah, der auch der Patron der Handwerker war, trägt Ptah-mose nicht nur einen passenden Namen „Ptah ist geboren“, sondern auch die typische Haartracht seines Amtes mit einem seitlich an der Perücke befestigten und unten eingedrehten, geflochtenen Zopf, der wie eine Jugendlocke aussieht. Aufgrund weiterer Objekte, die demselben Ptah-mose zugewiesen werden können und wohl ebenfalls aus seinem Grab in der memphitischen Nekropole stammen, kann seine Amtszeit in die Regierungszeit des Pharao Amenophis III. (1388–1350 v. Chr.) datiert werden.
(F. Seyfried)

Material / Technique

Gabbro (Material / Stein) (?)

Measurements ...

Höhe x Breite x Tiefe: 39,5 x 43 x 41 cm; Höhe x Breite x Tiefe: 39 x 38 x 42 cm (lt. Inv.); Gewicht: ca. 85 kg

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Memphis (Ägypten)
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Saqqara
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[Last update: 2019/02/03]

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