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Antikensammlung [F 1732]

Attische Kleeblattkanne

http://www.smb-digital.de/eMuseumPlus?service=ImageAsset&module=collection&objectId=685888&resolution=superImageResolution#634447 (Antikensammlung, Staatliche Museen zu Berlin CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Antikensammlung, Staatliche Museen zu Berlin / Johannes Laurentius (CC BY-NC-SA)

Description

Auf dieser Weinkanne (Oinochoe) hat der athenische Vasenmaler Lydos eine Kampfszene geschildert: Zu unserem Glück war er so schreibfreudig, dass er allen Figuren Namensbeischriften gab. Sonst bliebe uns wohl ein Teil der Geschichte verborgen. Im Zentrum des Geschehens treffen Herakles und der Kriegsgott Ares über der Leiche des Kyknos im Kampf aufeinander. Die kriegerische Athena unterstützt dabei ihren Schützling Herakles. Zuvor ist Kyknos, der Sohn des Ares, von Herakles getötet geworden, was das Eingreifen des Ares provozierte. Die heute oberkörperlose Figur im Zentrum, welche die beiden Streithähne trennen und den Kampf beenden wird, ist nach Ausweis anderer Bilder desselben Mythos der blitzschwingende Göttervater Zeus. Sowohl Herakles als auch Ares sind – wie auch in den homerischen Epen üblich – mit ihren Streitwagen auf das Schlachtfeld gefahren und dort abgestiegen, so dass die Wagenlenker Iolaos und Phobos („der Schrecken“) mit den Gespannen zurückbleiben.
Weitere Götter vervollständigen die Szene. Der wütende und mit der Hand gestikulierende Apollon stürmt hinter Ares her, während der Weingott Dionysos unmittelbar am Henkel das Geschehen bewegungslos verfolgt. Apollon war der Auslöser des gesamten Streits, hat er doch Herakles angestiftet, Kyknos zu bekämpfen. Denn Kyknos sperrte als Wegelagerer in Thessalien eine wichtige Straße und stahl den Pilgern die Gaben, die sie eigentlich Apollon im Heiligtum von Delphi weihen wollten. Dass diesen der Diebstahl auf den Plan rief, da ihm daran gelegen sein musste, einen sicheren Zugang zu seinem Heiligtum zu gewährleisten, verwundert nicht. Weniger leicht ist das Eingreifen des Poseidon mit seinem Dreizack zu erklären, der in der symmetrischen Komposition den Gegenpart zu Apoll einnimmt. Der zweite unbewegt stehende Mann am Henkel, der ursprünglich weißes Haar und Bart besaß, ist als der „Alte aus dem Meer“, also Nereus, beschriftet.
Die auf dieser Kanne dargestellte Geschichte kennen wir aus einer Schriftquelle des frühen 6. Jahrhunderts v. Chr., der früher Hesiod zugeschriebenen Beschreibung des Schildes des Herakles.


Von Göttern und Menschen - Bilder auf griechischen Vasen (2010) Nr. 12 (A. Schwarzmaier).

Material/Technique

Ton, schwarzfigurig

Measurements

Umfang: 52,5 cm; Höhe: 25,5 cm

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Object from: Antikensammlung

Die Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin gehört zu den bedeutendsten Sammlungen für antike griechische und römische Kunst in der Welt. ...

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