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Münzkabinett Römische Republik

Collection: Römische Republik ( Münzkabinett )

About the collection

In der antiken Geldwirtschaft hatte sich bereits im 6. Jh. v. Chr. Silber als das hauptsächlich für die Münzprägung verwendete Edelmetall durchgesetzt. Eine frühe Ausnahme bildet die am Schwarzen Meer gelegene Stadt Olbia, die im ausgehenden 6. Jh. v. Chr. eine eigene, auf dem Pfund Bronze beruhende Währung entwickelte. Bekannter noch ist das Schwere Geld (Aes Grave) aus Bronze, das am Anfang der römischen Münzprägung seit dem Beginn des 3. Jh. v. Chr. steht. Es gab schwere, rechteckige Bronzebarren (Aes Signatum) mit einem Gewicht von ca. 1,5 kg. Gleichzeitig wurden Serien von runden, gegossenen Münzen in bis zu 10 Wertstufen vom Tressis (3 Asse) bis zur Quartuncia (1/4 Unze) ausgegeben. Parallel zu Rom begannen auch andere Städte in Italien mit einer gegossenen Bronzemünzwährung. Das Schwergeld konnte sich gegenüber dem handlicheren Silbergeld aber nirgendwo auf Dauer behaupten.

Mit dem Denar, der bis weit in die römische Kaiserzeit hinein für fast 500 Jahre Hauptnominal bleiben sollte, schufen die Römer eine eigenständige Silbermünze. Der Zeitpunkt seiner erstmaligen Ausprägung ist in der numismatischen Forschung viel diskutiert und auch heute noch immer nicht gänzlich gesichert. Besonders die Ausgrabungen im antiken Morgantina auf Sizilien engen die Einführung des Denars in die Jahre zwischen 215 und 211 v. Chr. inmitten des Krieges gegen Hannibal ein. Die Münzbilder der römischen Republik sind wichtige ikonographische Zeugnisse der führenden Familien Roms in jener Zeit. Beschränkt sich zu Beginn des 2. Jahrhunderts v. Chr. das Bildspektrum auf wenige Typen, so gewinnt es im Laufe des 1. Jahrhunderts v. Chr. immer mehr an Bedeutung als Medium des spätrepublikanischen Legitimationsdiskurses. In den Auseinandersetzungen zwischen den Caesaranhängern und -gegnern und schließlich zwischen M. Antonius und Octavianus erwiesen sich die Münzen als wirkungsvolles Propagandamittel.

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Antike [19322]

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